Geht wählen!

In Allerlei

Morgen ist Bundestagswahl, und ich hoffe mal, jeder weiß, was er zu tun hat: Wählen gehen! Egal, für wen, für was, wer nicht wählt, verschenkt seine Meinung. Nichtwählen ist keine aktive Beteiligung an einer Demokratie, und jeder Nichtwähler ist ein Depp!

Meinungen

Stimme dem zu….
Demokratie
Rechtsstaat
Dach über dem Kopf
Genug zu essen
Alles Dinge die zusammenhängen und die der
größte Teil der Menschheit nicht hat.
Also Flagge zeigen & wählen gehen ! Mirko
#1 Mirko 17.09.2005 20:54
Also, ähm, ich bin für jeden CDU-FDP-Wähler, der nicht wählen geht, dankbar :-> Christian
#2 Christian 18.09.2005 00:27
Wir haben Wahlrecht.
Keine Wahlpflicht.
Und in diesem Zusammenhang von Pflicht zu sprechen und solcherart sozialen Druck auszuüben (oder gar Leute zu diffamieren: siehe »Depp«) heißt tatsächlich, nicht von Pflicht zu sprechen, sondern von Zwang. Das ist intolerant und im Zweifelsfall undemokratisch.

Eine parlamentarische Wahl ist lediglich eine (1) Möglichkeit, sich demokratisch zu engagieren. Hierzu haben wir ein Recht. Und nichts weiter. Boris
#3 Boris 18.09.2005 21:17
Boris, ich habe nirgendwo das Wort Pflicht erwähnt. Und das ich jeden, der nicht wählen geht, weil er so seine “politische Meinung” äußern will, für einen Depp halte, ist meine ganz persönliche Ansicht. Und wenn sich jemand nur dadurch, dass ich ihn als Depp bezeichne, “sozialem Zwang” ausgesetzt sieht, dann bin ich, ehrlich gesagt, sogar froh, wenn er nicht wählen geht!

Ich kann jedenfalls an einem Aufruf, dass die Leute wählen gehen sollen, nichts undemokratisches entdecken. Du kannst das gerne anders sehen, wenn es dir Spass macht. Dirk
#4 Dirk 18.09.2005 21:57
»und ich hoffe mal, jeder weiß, was er zu tun hat:...«

Das meinte ich. Das sagt man normalerweise genau dann, wenn man selbst weiß, was die Aufgeforderten zu tun haben. Ein Aufruf klingt doch anders.
Vielleicht übersehe ich da ja Ironie, aber ich bin da inzwischen etwas empfindlich, weil hinter solchen Äußerungen nach meiner Erfahrung aus vielen Wahlen die Unduldsamkeit gegenüber dem Umstand steckt, dass jemand sich wagen will, nicht wählen zu gehen – und das meist sogar noch verbunden mit der Anmaßung, dass man selbstverständlich die richtige Partei zu wählen hat.

Der soziale Zwang, den ich meinte, entsteht in dem Moment, wo einem mit dieser Aufforderung zur Pflichterfüllung energisch unterstellt wird, dass man ja einstellungsmäßig einer bestimmten Partei zugehört und diese dann auch gefälligst zu wählen hat.

(Ich habe übrigens gewählt… :-) Boris
#5 Boris 19.09.2005 08:38
Also ich versteh das ganze Problem nicht und finde diese Sache mit “Zwang” usw. völlig übertrieben. Der Eintrag spiegelt auch meine Meinung wieder. Chip
#6 Chip 25.09.2005 18:22